Kampf dem Kalk – Vorbeugen und richtig entkalken

Frage: Was kann ich tun, um Verkalkungsproblemen mit DYNAJET-Maschinen vorzubeugen?

Antwort unseres Experten:

Ablagerungen in den Rohrleitungen entstehen, wenn Wasser mit hohem Mineralgehalt, wie Magnesium und Calcium, in heißen Leitungen steht. Verkalkungsprobleme treten also nur regional  auf, wo „hartes“ Wasser, beispielsweise aus Bergquellen, in DYNAJET Heißwassermaschinen der th- und sh- oder der Dynabox-Reihe verwendet wird.

Von weichem Wasser wird gesprochen, wenn weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter Wasser vorhanden sind. Dies entspricht weniger als 8,4 °dH (deutsche Härte). 

Hartes Wasser liegt bei mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (mehr als 14 °dH) vor.

Die Härte des Wassers erfahren Sie bei Ihrem örtlichen Wasserversorger. Alternativ können Sie auch selbst eine Analyse des Wassers durchführen oder von einem Labor durchführen lassen.

DYNAJET schreibt für Hochdruckreiniger bis 350 bar einen Härtegrad von 3-25 °dH vor, für 500-1200 bar sind 3-20 °dH erlaubt und über 1.200 bar liegt der Maximalwert bei 15 °dH. Diese Werte finden Sie in der Bedienungsanleitung jeder DYNAJET-Maschine im Kapitel „Anforderung an die Wasserqualität“.

Was können Sie tun, wenn Sie sehr hartes Wasser haben, das die vorgeschriebenen Werte stark überschreitet?

1. Brenner immer herunterkühlen:

Bevor Sie eine Heißwassermaschine abschalten, lassen Sie bitte immer die Brenner mit durchströmendem Wasser abkühlen. Schalten Sie hierzu nach Beendigung der Reinigungsarbeit den Brenner aus und ziehen Sie bei laufender Maschine die Pistole solange, bis die Thermostatanzeige Ihnen eine deutliche Abkühlung des Systems auf eine Wassertemperatur von unter 50 °C anzeigt.

2. Kalk rechtzeitig erkennen:

Um festzustellen, ob die Hochruckleitungen verkalkt sind demontieren Sie bitte die Pistole und starten Sie die Maschine im kalten Zustand bei ausgeschalteten Brennern. Wählen Sie eine hohe Drehzahl. Das Manometer zeigt Ihnen nun den Druckverlust Ihres Leitungssystems in Bar an. Beträgt dieser Druckverlust über 50 bar wird es Zeit, die Maschine zu entkalken.

3. Lassen Sie einen Verkalkungsschutz einbauen:

DYNAJET bietet einen Verkalkungsschutz an, der innerhalb bestimmter Grenzen den Kalkaufbau verringert.

https://www.dynajet.de/zubehoershop/546605w
https://www.dynajet.de/zubehoershop/547574w

Das hier verbaute galvanische Element gibt ständig geringe Mengen von Zink-Ionen ab. Dadurch flockt der Kalk nicht aus, sondern bildet sehr kleine Partikel, die aufgrund der Strömung im Leitungssystem nicht anhaften. Das System bietet eine spürbare Verbesserung jedoch keinen Schutz bei extrem hartem Wasser.

4. Brennerspirale entkalken lassen:

Kalk setzt hauptsächlich die Brennerspirale zu. Sollten Sie Kalk im System erkannt haben und der Druckverlust in Ihrer Maschine ist bereits deutlich über 50 bar gestiegen, dann hilft nur noch ein Entkalken des Systems. Ähnlich wie bei der Entkalkung einer Kaffeemaschine wird der Hochdruckreiniger mit einem Entkalkungsmittel (in der Regel auf Essig- oder Zitronensäurebasis) gespült. Dabei löst sich der Kalk. Ihr DYNAJET-Servicepartner führt diese Prozedur gerne im Rahmen einer Maschinenwartung für Sie durch.
Wichtig ist, dass nur die Brennerspirale gespült wird und nicht die empfindliche Sensorik der Maschine mit dem Entkalkungsmittel in Berührung kommt. Dichtungen und Buntmetalle mögen diese scharfe Behandlung gar nicht.

Weiterführende Informationen:
Empfohlener Verkalkungsschutz
Zur Service Info 120124 (Nur mit DYNAJET Extranet-Login)
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